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Selank 10mg — NEXUS research peptide

Kognition & Neuroprotektion

Selank (Tuftsin-Analogon) — 10 mg

Unabhängig geprüft ≥99 % HPLC-Reinheit COA verfügbar Versand Frankreich & EU
44.90 € Verfügbar

Synthetisches Heptapeptid: das Tetrapeptid Tuftsin, abgeleitet von einem Immunglobulin-G-Fragment, verlängert um einen Pro-Gly-Pro-Schwanz, der es vor Peptidasen schützt. Dieselbe Stabilisierungsstrategie wie bei Semax, jedoch ein Ausgangsfragment — und damit eine Pharmakologie — ohne jeden Bezug.

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Synthetisches Heptapeptid, stabilisiertes Analogon des Tuftsins, untersucht in Modellen der neuroimmunen Regulation, der GABAergen Modulation und des Enkephalin-Stoffwechsels. Fläschchen mit 10 mg, lyophilisiertes Pulver, Reinheit ≥ 99 % HPLC, durch Drittanalyse bestätigt. Ausschließlich für die Laborforschung bestimmt.

Untersuchte Forschungsbereiche

Technische Daten

FeldWert
NameSelank
Dosierung10 mg
SequenzThr-Lys-Pro-Arg-Pro-Gly-Pro
Molekulargewicht≈ 751,9 Da
CAS-Nummer129954-34-3
Ziel / MechanismusTuftsin-Analogon · GABAerge / neuroimmune Regulation
FormLyophilisiertes Pulver (sofern nicht anders angegeben)
Reinheit≥ 99 % (HPLC) — siehe Chargen-COA

Tuftsin, Selank, Semax: derselbe Schwanz, verschiedene Ausgangsfragmente

Drei Peptide werden in diesem Bereich des Katalogs regelmäßig verwechselt, und schon die Struktur genügt, um sie zu trennen.

Tuftsin ist ein natürliches Tetrapeptid, Thr-Lys-Pro-Arg (≈ 500 Da), das durch Proteolyse eines Fragments der CH2-Domäne der schweren Kette von Immunglobulin G freigesetzt wird. Es ist ein Peptid des Immunsystems: Die Literatur beschreibt es als Stimulator der phagozytischen Aktivität von Makrophagen und Granulozyten und hat Neuropilin-1 als Rezeptor vorgeschlagen. Sein praktischer Nachteil: Es wird durch Plasmapeptidasen sehr rasch abgebaut.

Selank ist die synthetische Antwort auf diesen Nachteil: dasselbe Tuftsin, C-terminal verlängert um ein Pro-Gly-Pro-Motiv. Vollständige Sequenz Thr-Lys-Pro-Arg-Pro-Gly-Pro, ≈ 752 Da. Das Tripeptid PGP ist nicht dekorativ — reich an Prolinen, einem Rest, der Exopeptidasen sterisch behindert, verlängert es die Lebensdauer des Peptids gegenüber dem nackten Tuftsin deutlich. Seine Rolle ist pharmakokinetisch, nicht pharmakodynamisch.

Semax nutzt denselben Kunstgriff an einem ganz anderen Fragment: Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro, ein kurzes ACTH-Fragment, gefolgt von demselben Pro-Gly-Pro, ≈ 814 Da.

Genau hier entsteht die folgenreichste Verwechslung. Selank und Semax ähneln einander — gleiche Länge, gleicher PGP-Schwanz, gleiche geografische Herkunft, oft dasselbe Katalogregal —, doch ihre Ausgangsfragmente haben nichts miteinander zu tun: auf der einen Seite ein Immunglobulin, auf der anderen die Melanocortin-/ACTH-Familie. Die jeweiligen Literaturkorpora spiegeln das wider: Semax wird rund um die Expression von Neurotrophinen (BDNF, NGF) im Nagermodell untersucht, Selank rund um die neuroimmune Achse und die Enkephaline. Beide Korpora zu vermischen ist ein Denkfehler, keine vorsichtige Übertragung.

Das überprüfbare Kriterium ist auch hier die Molmasse im COA: ≈ 500 Da → Tuftsin; ≈ 752 Da → Selank; ≈ 814 Da → Semax. Zu beachten ist eine unter ähnlichem Namen vertriebene Variante, das N-Acetyl-Selank-Amid: Die N-terminale Acetylierung fügt rund 42 Da hinzu, die C-terminale Amidierung nimmt etwa 1 Da weg, womit diese Form bei etwa 793 Da liegt. Sie ist nicht die hier beschriebene Referenz.

Ein letzter Punkt: Peptidase-Resistenz ist nicht gleich Stabilität im Fläschchen. Das PGP-Motiv schützt das Peptid vor Enzymen eines biologischen Milieus; es schützt es weder vor Hydrolyse noch vor Oxidation noch vor Einfrier-Auftau-Zyklen in einer gelagerten Lösung.

Untersuchter Wirkmechanismus

Für Selank ist kein eigener Rezeptor identifiziert. Das ist ein Merkmal des Moleküls und keine Lücke dieser Produktseite: Die Literatur beschreibt funktionelle und transkriptionelle Effekte, ohne ein einzelnes Bindungsziel etabliert zu haben. Drei Mechanismen treten hervor.

Enkephalin-Stoffwechsel. Die Literatur beschreibt eine Hemmung der Enkephalin-abbauenden Enzyme im Plasma, wodurch sich die Halbwertszeit des Leu-Enkephalins in den untersuchten Präparationen verlängert. Der Effekt ist indirekt: Das Peptid bindet nicht an Opioidrezeptoren, es verändert die Verweildauer eines endogenen Liganden.

Modulation der Genexpression. Arbeiten, überwiegend im Nagermodell, beschreiben Veränderungen der Expression von Genen, die Untereinheiten des GABA-A-Rezeptors kodieren, sowie von Genen des serotonergen Stoffwechsels, und dies in mehreren Hirnstrukturen. Wörtlich zu lesen: Die Literatur beschreibt keine direkte Bindung an den GABA-A-Rezeptor nach Art eines Benzodiazepins, sondern eine Modulation der Expression — mit den zeitlichen Verzögerungen und den Kausalitätsunsicherheiten, die das mit sich bringt.

Neuroimmune Achse. Im Einklang mit dem Immunglobulin-Ursprung des Tuftsins beschreiben Arbeiten eine Modulation der Zytokin-Expression — Interleukin-6 und die Interferone werden am häufigsten genannt — sowie von Markern der Immunaktivierung.

Was die Literatur zeigt

Hier ist zunächst Offenheit über die Beschaffenheit des Korpus geboten, bevor von dessen Inhalt die Rede sein kann.

Der Großteil der Veröffentlichungen zu Selank ist russischen Ursprungs und in russischer Sprache verfasst, hervorgebracht von oder im Umfeld jener Institutionen, die das Molekül entwickelt haben. Das Peptid ist in Russland und nirgendwo sonst als Arzneimittel registriert: Weder die Europäische Union noch die Vereinigten Staaten noch eine andere große Gesundheitsbehörde haben ihm eine Zulassung erteilt. Diese Asymmetrie entwertet die Arbeiten nicht, hat aber drei konkrete Folgen.

Erstens ist die unabhängige Replikation selten: Nur wenige externe Arbeitsgruppen haben die Protokolle wiederholt, der Korpus ist daher methodisch und hinsichtlich der untersuchten Populationen wenig diversifiziert. Zweitens sind die Fallzahlen klein und die methodischen Standards heterogen — zahlreiche berichtete klinische Studien umfassen einige Dutzend Teilnehmende, oft ohne das heute erwartete Maß an Verblindung, Präregistrierung und Kontrolle. Drittens existiert keine große internationale randomisierte Studie zu diesem Molekül, keine Evidenzsynthese hohen Niveaus und keine humane pharmakokinetische Charakterisierung, die mit dem üblichen Detailgrad veröffentlicht worden wäre.

Was die Literatur am solidesten zeigt, gehört somit in den Bereich der Molekularbiologie und der Tiermodelle: Effekte auf Peptidasen, Genexpressionsprofile, Immunmarker. Was sie nicht zeigt: ein identifiziertes molekulares Ziel, eine gesicherte Dosis-Wirkungs-Beziehung beim Menschen und eine Bestätigung durch Arbeitsgruppen, die von den ursprünglichen Entwicklern unabhängig sind.

Rekonstitution: ein Rechenbeispiel

Das Fläschchen enthält 10 mg. Die Rekonstitution erfolgt mit bakteriostatischem Wasser, das Benzylalkohol enthält und daher mehrfache Entnahmen erlaubt.

Mit 2 mL bakteriostatischem Wasser in einem 10-mg-Fläschchen:

Der häufigste Stolperstein: Das Wasservolumen ändert niemals die Peptidmenge im Fläschchen. Eine Rekonstitution mit 1 mL statt 2 mL ergibt 10 mg/mL statt 5 mg/mL — dieselbe Gesamtmasse in einem halb so großen Volumen. Nur das zu entnehmende Volumen ändert sich.

Um ein anderes Volumen oder eine andere Spritzengröße zu prüfen, rechnet unser Rekonstitutionsrechner direkt mit und zeigt die abzulesende Skalenmarkierung an.

Zu beachtende Handgriffe: das Lösungsmittel langsam an der Fläschchenwand entlang zugeben, ablaufen lassen, dann sanft schwenken. Weder kräftiges Schütteln noch Vortexen — Scherkräfte denaturieren Peptide.

Lagerung

Das lyophilisierte Pulver wird bei -20 °C oder darunter, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt, aufbewahrt. Ungeöffnet und so gelagert ist das Lyophilisat über mehrere Jahre stabil.

Nach der Rekonstitution Lagerung bei 2–8 °C, vor Licht geschützt: Der Referenzzeitraum beträgt 28 Tage. Für eine längere Aufbewahrung ist das Aliquotieren in gefrorene Fraktionen wiederholten Einfrier-Auftau-Zyklen am Hauptfläschchen vorzuziehen.

Häufige Fehler im Labor

Häufig gestellte Fragen

Was ist Tuftsin und in welchem Verhältnis steht es zu Selank?

Tuftsin ist ein natürliches Tetrapeptid, Thr-Lys-Pro-Arg, von etwa 500 Da, das durch Proteolyse eines Fragments der CH2-Domäne der schweren Kette von Immunglobulin G freigesetzt wird. Selank ist dieselbe Sequenz, C-terminal um ein Pro-Gly-Pro-Motiv verlängert, was sie vor Peptidasen schützt und ihre Lebensdauer gegenüber dem nackten Tuftsin deutlich verlängert.

Worin unterscheiden sich Selank und Semax?

Beide nutzen denselben stabilisierenden Pro-Gly-Pro-Schwanz, jedoch an Ausgangsfragmenten ohne jeden Bezug zueinander: Tuftsin immunglobulinischen Ursprungs bei Selank, ein kurzes ACTH-Fragment bei Semax. Ihre Literaturkorpora unterscheiden sich entsprechend — Neurotrophine und Nagermodelle bei Semax, neuroimmune Achse und Enkephaline bei Selank. Die Molmassen trennen sie: ≈ 752 Da gegenüber ≈ 814 Da.

Wirkt Selank direkt auf den GABA-A-Rezeptor?

Nein, das beschreibt die Literatur nicht. Die verfügbaren Arbeiten, überwiegend im Nagermodell, berichten von Veränderungen der Expression jener Gene, die Untereinheiten des GABA-A-Rezeptors kodieren, nicht von einer direkten Bindung an den Rezeptor nach Art eines Benzodiazepins. Die Unterscheidung zwischen Expressionsmodulation und Bindung ist hier wesentlich.

Hat Selank einen identifizierten Rezeptor?

Nein. Für dieses Molekül wurde kein einzelnes Bindungsziel etabliert. Die Literatur beschreibt funktionelle und transkriptionelle Effekte — Hemmung der Enkephalin-abbauenden Enzyme, Genexpressionsprofile, Immunmarker — ohne einen eigenen charakterisierten Rezeptor.

Welche Grenzen hat der wissenschaftliche Korpus zu Selank?

Er ist überwiegend russischen Ursprungs und in russischer Sprache verfasst, hervorgebracht von oder im Umfeld jener Institutionen, die das Molekül entwickelt haben. Die unabhängige Replikation ist selten, die berichteten klinischen Fallzahlen sind klein, die methodischen Standards heterogen, und es existiert weder eine große internationale randomisierte Studie noch eine Evidenzsynthese hohen Niveaus. Das Peptid ist in Russland und nirgendwo sonst registriert.

Wie lässt sich überprüfen, ob ein Fläschchen tatsächlich Selank enthält?

Über die im Analysenzertifikat der Charge angegebene Molmasse: ≈ 752 Da für unmodifiziertes Selank. Ein Wert nahe 500 Da entspricht Tuftsin, 814 Da dem Semax und etwa 793 Da der Variante N-Acetyl-Selank-Amid, bei der die N-terminale Acetylierung rund 42 Da hinzufügt und die C-terminale Amidierung etwa 1 Da wegnimmt.

Womit wird dieses Peptid rekonstituiert?

Mit bakteriostatischem Wasser, das Benzylalkohol enthält und mehrfache Entnahmen erlaubt. Einfaches steriles Wasser eignet sich nicht, sobald das Fläschchen mehr als einmal angestochen wird.

Welche Konzentration ergibt sich mit 2 mL bakteriostatischem Wasser?

5 mg/mL, also 5.000 mcg/mL. Auf einer U-100-Spritze entsprechen 10 IE dann 0,1 mL und 500 mcg, was 20 Entnahmen je Fläschchen ergibt.

Wie lange ist die rekonstituierte Lösung haltbar?

28 Tage bei 2–8 °C, vor Licht geschützt — das ist der Referenzzeitraum für ein rekonstituiertes Fläschchen. Darüber hinaus ist das gefrorene Aliquotieren wiederholten Einfrier-Auftau-Zyklen vorzuziehen.

In welchem Rahmen darf dieses Produkt verwendet werden?

Ausschließlich für die Labor- und In-vitro-Forschung durch qualifiziertes Personal. Es ist weder für den menschlichen oder tierischen Verzehr noch für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.

NEXUS Quality Standard

Jede NEXUS-Forschungssubstanz wird unter strengen Qualitätskontrollverfahren hergestellt. Jede Charge durchläuft unabhängige analytische Prüfungen zu Identität, Gehaltsgenauigkeit, Reinheit, mikrobiologischer Sicherheit, Endotoxinwerten, Schwermetall-Screening und vollständiger Chargenrückverfolgbarkeit.

Nur für die Laborforschung. Selank 10mg ist nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr geeignet. Weder Arzneimittel noch Lebensmittel oder Kosmetikum. Von qualifiziertem Personal gemäß den geltenden Vorschriften zu handhaben.